Ausschließlich Startups mit sehr hohen Ansprüchen an ihre Produkte oder Dienstleistungen haben das Zeug zur Markenbildung, wenn sie die hoch gesetzten Maßstäbe beim Kunden regelmäßig erfüllen. Entscheidend ist, dass sie die Erinnerungsfähigkeit an ihre Marke verbessern, indem sie ihre DNA erforschen, gestalten und die richtigen Bausteine verwenden.

Die Doppelhelix in der Markenbildung: Versprechen und Erinnern!

Die Marke leistet im Grunde zweierlei: Entweder ist sie vielversprechend oder aber die Erinnerung an ein bereits eingelöstes Versprechen. Deshalb ist es einerseits wichtig, sie im Vorfeld mit positiven Attributen aufzuladen, die das Startup beim Kunden einlösen möchte. Auf der anderen, nachgelagerten Seite funktioniert die Marke nur dann wirklich nachhaltig, wenn die damit verknüpften Versprechen auch eingelöst werden. Diese beiden Stränge sind untrennbar mit jeder Marke verbunden: Eine gute Marke verspricht nicht nur viel, der Kunde weiß auch tatsächlich, was er an ihr hat.

Der genetische Fingerabdruck: Die Identifikation mit einer Marke

Die Identifikation mit einer Marke ist gewiss eine zusätzliche Steigerung: Im Grunde geht es dem Kunden darum, ihre positiven Eigenschaften auf sich zu übertragen, um sich so selbst zu inszenieren. Denn so wie das Unternehmen, gibt nun auch er ein Versprechen, ausschließlich höchsten Ansprüchen zu genügen, indem er die Marke trägt. Wer beispielsweise ein stilvolles Produkt nutzt, zeigt damit zugleich selbst stil- oder anspruchsvoll zu sein. Für Unternehmen kann es daher von großer Bedeutung sein, dass der Kunde das, was er verspricht, auch hält – denn das könnte sonst das Markenimage beschädigen! Bei der Zielgruppe geht es somit nicht nur darum, zu wissen, wen ich erreichen möchte, sondern auch darum, wen ich nicht erreichen will. Falsche Kunden können dem Markenimage und dem guten Markennamen schaden!

Markenbildung beinhaltet mehr als der Kunde erwartet

Jeder von uns erinnert sich an die besonderen Momente im Leben. Bei Marken ist dies nicht anders: Kunden erinnern sich – zumindest gut und gerne – nur an jene Marken, die sie positiv überrascht haben. Gerade Startups haben hier oft einen Vorteil, da sie von Ideen getrieben sind und sich leichter etwas für ihre Kunden einfallen lassen als die mitunter behäbigen Großunternehmen.

Beispiel Crowdfunding: Ein großes Versprechen!

Im Crowdfunding kommt dem Versprechen eine besonders große Bedeutung zu, denn der Kunde kennt noch kein fertiges Produkt und investiert in eine Vision oder in ein Konzept. Dort, wo das Produkt noch nicht greifbar ist, transportieren erste Prototypen oder Designstudien seine zentralen Eigenschaften. Zum Beispiel kann eine herausragende Usability oder ein besonderer Spaßfaktor selbstverständlich mit gutem Design verdeutlicht werden. Mit der richtigen Visualisierung kann die Vision deines Startups für die Crowdfunding-Kampagne positiv aufgeladen werden: Das Bauchgefühl trägt viel zum Erfolg der Kampagne bei, zumal harte Fakten noch nicht unbedingt vorhanden sind.

Die visuelle Identität: Vom Produktdesign zum Corporate Design

Egal, ob es sich dabei um echte oder um digitale Produkte handelt: Produktentwicklung und Design gehen häufig Hand in Hand. Denn Nutzer erwarten von Produkten heute in aller Regel eine einfache Handhabung, dicht gefolgt von der User Experience. Produkte sollen das Leben einfacher gestalten, Spaß machen und wenn möglich, zusätzlich als Prestige-Objekt fungieren. Design ist also deutlich mehr als nur Optik, sondern eine verkaufsfördernde Eigenschaft.

Wenn Design nicht beim Produktdesign aufhört, sondern konsequent in alle Bereiche des Unternehmens übertragen wird, sprechen wir vom Corporate Design. Im Idealfall besteht es aus sehr spezifischen Merkmalen, die das Startup z. B. von seinem Produkt abstrahiert. Ein Vorteil kann darin bestehen, dass diese Aspekte übergreifend bei allen weiteren Produkten eingesetzt werden: Auf diese Weise entsteht ein roter Faden im Produktportfolio und die DNA deines Startups manifestiert sich klar erkennbar in den Produkten. Corporate Design bietet also keineswegs ausschließlich dem Kunden einen gewissen Wiedererkennungswert, sondern ist zugleich für die Entwicklung und Konsistenz im Unternehmen von großer Bedeutung.

Marktforschung für Startups: Die Genetik in der Markenbildung

Wenn Produkte, Produktdesign, Corporate Design und Corporate Language (z. B. Slogans) die DNA des Unternehmens erfolgreich widerspiegeln sollen, ist es wichtig, die Eigenschaften des Startups zu identifizieren und sich eindeutig von der Konkurrenz zu unterscheiden. Im Prozess der Markenbildung kann Marktforschung einen wichtigen Beitrag leisten: Es geht darum, herauszufinden,

  • was wirklich am Markt funktioniert,
  • inwiefern sich das Startup ausreichend von Mitbewerbern abhebt,
  • ob die Marke tatsächlich zur Wiedererkennung des Unternehmens bzw. seiner Produkte beiträgt,
  • ob das Startup einen Markennamen finden konnte, der sich herumspricht,
  • inwieweit sich die richtigen Kunden an der Marke beteiligen und
  • ob sie insgesamt verkaufsfördernd wirkt.

Entdecke die Bausteine für dein erfolgreiches Corporate Branding

Corporate Branding entsteht nicht zufällig: Es beinhaltet das Wissen über das, was am Markt funktioniert. Zu oft denken Unternehmen dabei nur an ihre Produkte: Doch um die DNA deines Startups erfolgreich zu vermarkten, kannst du die Stränge, angefangen bei deinen Produkten, über das Produktdesign bis hin zum Corporate Design, zu einer funktionierenden Marke verknüpfen.

Marktforschung kann dir definitiv dabei helfen, die Bausteine deines Unternehmens zu erforschen und gewinnbringend zusammenzusetzen. Starten kannst du ganz einfach durch Befragung der Crowd!