Marktforschung verändert sich in Zeiten der Digitalisierung: Testpersonen können heute leichter akquiriert und flexibel in Studien eingesetzt werden. Das senkt die Kosten, ermöglicht gezieltes Testing und bringt auf Wunsch Resultate in Echtzeit. Marktanpassungen können so leichter als bisher vorgenommen werden. Speziell der Einsatz von Crowdtesting in der Marktforschung eröffnet Unternehmen neue Chancen, um Marktpotenziale besser zu erkennen. In diesem Artikel erfährst du, wie du Crowdsourcing sinnvoll einsetzt.

Wie funktioniert Crowdsourcing?

Crowdsourcing ist eine Form von Outsourcing – statt an eine Person wird der Job an viele Menschen vergeben. Um diese Jobvergabe überhaupt zu ermöglichen, werden Online-Plattformen mit geeigneten Web-Technologien verwendet. Meist wird unterschieden, ob es sich um Crowdtesting oder Crowdworking handelt. Nicht zu verwechseln ist “Crowdworking” mit Begriffen wie “Open Source” oder “Open Innovation”,  selbst wenn sich dahinter durchaus ähnliche Konzepte verbergen. In Zeiten, in denen Testing interaktiver wird und auch Aspekte wie Gamification auf Testszenarien angewendet werden, verschwimmen die Grenzen zunehmend.

  • Crowdtesting: Beim Crowdtesting geht es darum, moderne Technologien zu nutzen, um Tests flexibler, kostengünstiger und schneller planen und durchführen zu können als in klassischen Strukturen.
  • Crowdworking: Immer öfter dienen moderne Technologien dazu, die Hürden der Zusammenarbeit zu überwinden. Leichte Verfügbarkeit, die Intelligenz der Masse sowie vereinfachte Kollaboration durch entsprechende Software geben Unternehmen mit Crowdworking mehr Planungssicherheit und senken die Kosten deutlich.

Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing in der Marktforschung

Grundsätzlich kannst du die Crowd bei allen Fragestellungen einsetzen, bei denen Testpersonen benötigt werden. Denn Crowdsourcing betrifft insbesondere die Art und Weise, wie eine Masse für dein Unternehmen gewonnen wird und wie letztlich Jobs auf eine Menge an Menschen verteilt werden. Natürlich ergeben sich daraus auch neue Anwendungsszenarien, weil die Crowd

  1. die digitalen Möglichkeiten in Crowd Tests nutzen kann,
  2. unabhängig von Ort und Zeit verfügbar ist und
  3. mit ihrer Umwelt und anderen Teilnehmern interagieren kann.

Unternehmen können so aus erster Hand und in Echtzeit erfahren, wie Produkte in den Alltag integriert werden und wo ihre Herausforderungen liegen. Die Nutzung kann so stärker in den Fokus rücken als die reine Teilnahme an einer Studie. Neben den geringeren Kosten und der einfachen Durchführung liegt hier ein dritter entscheidender Vorteil, um die Zukunft der Marktforschung mittels Crowdsourcing zu gestalten.

Crowdsourcing kann immer und überall zum Einsatz kommen:

  • Zu Hause
  • Während der Arbeit
  • Unterwegs
  • Am Tag und in der Nacht
  • Beim Surfen im Internet
  • In Gaming-Kontexten
  • In virtuellen oder erweiterten Realitäten (VR/AR)
  • Im Urlaub und auf Reisen

Crowdsourcing: Die Masse macht’s?

Speziell für die Marktforschung ist zunächst entscheidend, dass eine ausreichend große Masse an Menschen gefunden wird, die sich an den Crowd-Tests beteiligt. In vielen Fällen ist eine Crowd äußerst heterogen, was für viele Fragestellungen zweifellos hilfreich ist. Wer beispielsweise herausfinden möchte, ob sich eine Website gut bedienen lässt, benötigt in aller Regel sehr unterschiedliche Blickwinkel, um möglichst alle Nutzergruppen abzubilden – angefangen vom sogenannten “Best Ager” bis hin zum versierten “Digital Native”.

Homogene Massen für zielgerichtete Marktforschung

In der Marktforschung kann es sein, dass für spezifische Fragestellungen homogene Menschenmengen benötigt werden, die sich durch bestimmte Merkmale auszeichnen (z. B. Alter, Ort und spezielle Vorlieben). Wenn ein Unternehmen beispielsweise mehr über Menschen erfahren möchte, die bewusst vegan leben, sollten sich definitiv keine Fleischesser an der Studie beteiligen.

Man kann also keineswegs sagen, dass eine heterogene Masse generell besser für die Durchführung von Crowd-Tests ist. In der Marktforschung dient die Segmentierung dazu, den Markt in möglichst homogene Käufergruppen aufzuteilen. Für das Crowdsourcing ergibt sich somit die Notwendigkeit, individuelle Crowd-Segmentierung vorzunehmen, um genau die Personen zu finden, die zur Beantwortung einer konkreten Fragestellung benötigt werden. Werden besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten gefordert, kann es mitunter sogar notwendig sein, ein gezieltes Crowd-Training durchzuführen.

Mit dem Einsatz von Crowdsourcing die Zukunft gestalten

Mit Crowdsourcing verliert Marktforschung zunehmend ihr angestaubtes Image. Das liegt insbesondere daran, dass sie sich durch den Einsatz moderner Technologien besser an den Nutzern und Märkten orientiert. Hinzu kommt, dass Marktforschung schneller geplant werden kann und auch für kleinere Unternehmen wieder bezahlbar geworden ist.

Die Crowd ist potenziell überall und jederzeit einsetzbar. Da sie in der Regel ihre eigenen Endgeräte nutzen (z. B. Smartphones), lassen sich unterschiedliche Anwendungskontexte realisieren. Wenn du mehr über innovative Crowd-Lösungen für deine Marktforschung wissen möchtest, geben wir dir gerne einen Überblick, wie Crowdsourcing mit MarketEcho funktioniert.